Presse

17.10.2022 – Wasserburger Zeitung (OVB) – Von Winfried Weithofer

EIN WICHTIGER KURSRAUM FÜR IMKER

Lehrbienenstand wird aufgehübscht – warum das für den Imkerverein eine Herausforderung ist

Der Vorsitzende Claus Steger vor dem Lehrbienenstand inder Nähe von Penzing.Weithofer
Der Vorsitzende Claus Steger vor dem Lehrbienenstand in der Nähe von Penzing. © Weithofer

Der Lehrbienenstand des Bienenzuchtvereins Wasserburg liegt versteckt im Wald an der Straße Richtung Penzing, gleichwohl ist er als Kursraum für die Imker von großer Wichtigkeit. Nun soll er aufgehübscht werden. Eine Herausforderung für den Imkerverein.

Wasserburg – Weil er in die Jahre gekommen ist, steht jetzt eine Renovierung an; damit soll auch das Raumklima verbessert werden. Bei voller Besetzung wird es, vor allem im Sommer, im Heim oft unerträglich heiß. Die Winterzeit, in der keine Schulungen stattfinden, bietet sich als ideale Bauzeit an. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung segnete jetzt die Pläne der Vereinsführung nach einer Aussprache mit deutlicher Mehrheit ab – 18 anwesende Mitglieder (von insgesamt 133) stimmten dafür, zwei enthielten sich der Stimme. Das Einverständnis der Mitglieder war laut Satzung zwingend notwendig, da das Projekt einen tiefen Griff in die Vereinskasse erfordert.

Ursprünglich kompletter Neubau geplant

Der Vorsitzende Claus Steger hatte ursprünglich ein umfangreicheres Bauvorhaben im Sinn – einen kompletten Neubau des Heims, das um jeweils drei Meter pro Seite größer geworden wäre. Nach einem „längeren Schriftverkehr“ mit dem Landratsamt sei dieses Vorhaben allerdings aufgegeben worden. Steger wies auf größere Komplikationen hin, die sich bei der Planung ergeben hätten, unter anderem in Sachen Stellplätze.
Nun geht es um eine Erneuerung im Innenbereich, der aus zwei Teilen besteht, der eine wurde 1986, der andere 1993 erstellt. Sie sollen von Grund auf renoviert, die alten Holzdecken samt Isolierung entfernt und der Giebel geöffnet werden. Auf diese Weise soll ein größeres Raumvolumen geschaffen werden, um die Belüftung zu verbessern.

Große Zustimmung für den Umbau gab es von den versammelten Mitgliedern.
Große Zustimmung für den Umbau gab es von den versammelten Mitgliedern.© Weithofer

Steger sprach sich dafür aus, für die neue Decke wieder Holz zu verwenden, weil Holz einfach schöner aussehe als etwa Rigips-Platten. Dieser Ansicht war auch die klare Mehrheit der Mitglieder, wie sich bei einer Abstimmung zeigte. Der Tresen im alten Bereich des Raums soll in die Küche versetzt werden, um zusätzlichen Platz für Kursteilnehmer zu schaffen. Auch an eine Durchreiche ist gedacht, an einen strapazierfähigen Boden und an neuen Platz für den Holzofen. Zudem sollen alsbald auch die Küche und die Toilette, wo bisher nur eine Eimerspülung möglich ist, renoviert werden.

Finanzierung noch offen, Kapital wird nicht reichen

Die Gesamtkosten veranschlagte Steger auf 25.000 Euro und erklärte: „Die Finanzierung ist noch offen, unser Kapital wird nicht ausreichen.“ Steger drückte seine Hoffnung aus, dass sich Spender – Mitglieder und Firmen – an dem Projekt beteiligen. Und dass sich genug „fleißige Helfer“ finden, die beim Umbau mit anpacken.
Zu Beginn der Versammlung äußerte sich Steger „höchst zufrieden“ mit dem Bienenjahr. „Die Honigernte war gut, man hätte aber mehr erwarten können.“ Die Hitzewelle habe für eine deutliche Verkürzung der Trachtzeit gesorgt. „Da haben wir etwa fünf Wochen verloren.“

29.06.2021 – Wasserburger Stimme – Von Christian Huber

Obacht! Heuer ist ein Schwarmjahr

Claus Steger, Vorstand der Wasserburger Imker: „Für meine Mädels bin ich immer da”

Ein sonderbares Rauschen und Brausen erfüllt die Luft. Ein Bienenschwarm hat sich in einer jungen Buche auf einem Anwesen im Burgerfeld lautstark niedergelassen. Claus Steger, bekannt als Vorstand der Wasserburger Imker, nimmt sich der Sache an: „Für meine Mädels bin ich immer da.“ Steger ist mit einer Schwarmfangkiste zur Stelle. „Etwa 15.000 Bienen“, schätzt er, „werden es sein.“

Heute muss noch eine zusätzliche Kiste besorgt werden, denn ein weiterer Schwarm mit etwa 10.000 Bienen hat sich ebenfalls hier versammelt. „Heuer ist ein Schwarmjahr“, erklärt Steger und das obere Burgerfeld wohl ein beliebtes Ziel der Bienen. Noch drei weitere Schwärme hat er hier vor kurzem eingesammelt.

Bis zur Dämmerung hängt die erste Schwarmfangkiste im Geäst, damit sich alle dazugehörigen Insekten dort einfinden können. Am Abend werden die Bienen in den Bienenkasten umgesetzt.

Die Aktion nimmt einige Stunden in Anspruch – Geduld ist gefragt. Hätte man die Insekten nicht eingefangen, wären sie nach zirka 24 Stunden auf der Suche nach einer neuen Behausung weitergezogen.

24.04.2021 – Wasserburger ZeitungDownload als PDF